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Von Waldshut nach Rheinfelden

Er zieht uns immer wieder an, der Hochrhein. Kein Wunder, denn er hat ganz besonderer Reize. Neben der herrlichen Landschaft und Wasserqualität vor allem einen: da wo man aussteigt fließt er weiter, weiter und weiter. So lädt er am Ende jeder Tour zu einer nächsten Etappe ein. Und dieser Verlockung können wir irgendwie nicht widerstehen.

Wieder September und diesmal wirklich grausige Wetterprognosen. Wir reisen an und bauen trocken unsere Zelte auf der kleinen Zeltwiese des Kanu-Verleihs Hochrhein-Kanu in Murg auf. Ein sehr schön gelegener und von einem sehr sympathischen und hilfsbereiten Eigentümer beseelter Platz. Nebenbei schielen wir schon nach dem großen, offenen Mannschaftszelt mit Schrannen, was unsere Befürchtung beschwichtigt, hier an den nächsten beiden Tagen völlig abzusaufen. Doch das Glück scheint auch auf dieser Tour wieder auf unserer Seite zu sein und beschert uns am Samstag trockene Begebenheiten.

Also setzen wir ein paar Kilometer oberhalb von Waldshut in Kadelburg ein. Ja, der „Koblenzer Lauffen“, eine rund 200 Meter lange Stromschnelle, war im letzten Jahr so klasse, den nehmen wir glatt nochmals mit. Zwei Wehre gilt es an diesem Tag zu umtragen. Dabei fasziniert uns der Schrägaufzug zum wieder Einbooten in Laufenburg. Sensationell was man hier investiert hat um trotz Kraftwerksbauten die Gunst der Sportbootfahrer nicht zu verlieren. Per Boot bis ans Zelt beenden wir die erste Tagesetappe in Murg.

Über Nacht regnet es sich so richtig ein und beim Frühstück im besagten und rettenden Großzelt kommt keineswegs Hoffnung auf Besserung der Lage auf. Grau in Grau, nass und kalt, so richtig ungemütlich, zeigt sich der Tag. „Lust auf paddeln?“ Auf diese Frage antwortet keiner, jeder druxt rum, traut sich aber nicht das auszusprechen was er denkt: „das brauch ich heute nicht, lasst’ s gut sein“.  Doch Holger lässt sich durch die Stimmung nicht beirren, hört nicht auf die nicht ausgesprochenen Worte der anderen und packt gemütlich sein Boot, das Zeichen für den Rest: es gibt kein Pardon! Doch es soll nicht unser Schaden sein. Just in dem Moment in dem wir in die Boote steigen, stellt der Himmel den Wasserhahn ab und beschert uns wundervolle Stunden, exakt solange bis zum Ausstieg in Beuggen bei Rheinfelden.

So beenden wir auch diese Hochrheinetappe wieder begeistert, strecken die Hälse und spähen flussabwärts. „Was nach Rheinfelden wohl kommen mag?“

Fakten:

Einsetzen: Am Campingplatz in Kadelburg

Übernachtung und Zwischenstation: Hochrhein-Kanu, In der Au 6, 79730 Murg, http://www.hochrhein-kanu.de/

Aussetzen: Kurz vor dem Schloss Beuggen

Strecken: Tag 1: 31 km, 6 Std.. Tag 2: 20 km, 3 Std.

Ausführliche Flussbeschreibung unter: http://gewaesser.rudern.de/hochrhein

Besonderheiten: Personalausweis mitführen (Grenzfluss)

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