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Untere Isar

Eine Ausfahrt im Frühjahr

Genug mit Winterpaddeln auf Kocher und Jagst! Jetzt ist Frühling, und dies verheißt angenehme Temperaturen und von der Schneeschmelze angereicherte Wasserstände in den Voralpen. So nutzen Birgit, Peter, Jens und Bernhard das erste Aprilwochenende zur Befahrung der Isar, wischen dem Sylvensteinstausee und Bad Tölz.

Die Nebenflüsse reichern an diesem Samstag den Wasserstand (2,45 m am Pegel unterhalb des Stausees) im Verlauf der Strecke nur wenig an. Dennoch reicht’s für jede Menge Spaß an den leicht fahrbaren Sohlschwellen, die auf den ersten Kilometern mach kräftigen Schwall verursachen. Mit frisch gewaschenen Gesichtern geht's weiter durch das breite Tal.

Die idyllische Landschaft zeigt sich mit leicht schneebedeckten Bergen im Hintergrund und noch nadellosen Lärchen, die das kiesreiche Bachbett ebenso säumen, wie winterlich braungelbes Gras. Zahlreiche Gänsesäger tummeln sich auf den großen Kiesbänken. Auch wenn es hier noch nicht so ganz nach Frühling ausschaut, erste warme Sonnenstrahlen machen es deutlich, der Winter ist vorbei.

Der weitere Flusslauf bietet zahlreiche Kehrwässer verschiedenster Stärken zum Üben, Wellen zum Surfen und teils zügige Stromzungen zum hin- und hertraversieren. Die bisher geringen Schwierigkeitsgrade (WW 1-2-) laden ein zum Abschalten, Entspannen und Genießen. Erst nach dem Wehr in Fleck (unfahrbar, links gut zu umtragen) ist wieder volle Konzentration angesagt, wenn auch nur wegen der Gefahr mit mehr Steinen als nötig Grundberührung zu haben oder gar aussteigen und treideln zu müssen. Aber dies gibt sich nach ein paarhundert Metern und dem Zulauf der am Wehr entzogenen Wassermenge.

Ein Höhepunkt des zweiten Abschnitts ist zweifellos der Katarakt Isarburg. Ein mit teils überspülten Felsbrocken bespickter Abfall, der sich über 50-60 Meter zieht. Die im Führer definierte Schwierigkeit mit WW3+ erscheint bei diesem Wasserstand etwas übertrieben. Egal, hier kommt jeder der Vierergruppe auf seine Kosten, ob auf der „Chickenline“, die alle gleich mehrfach fahren oder auf der deutlich schwieriger einzuschätzenden Route. Die nimmt Peter mit Bravur und gekonnten Kehrwassereinlagen.

Die regenreiche Nacht zum Sonntag lässt, außer dem Wasserstand in Bernhards Zelt, die Nebenflüsse steigen. So treffen die Vier am Sonntag die gleiche Strecke mit noch mehr Spaßpotenzial an, das sie ausgiebig genießen und mit einer Einkehr im klösterlichen Biergarten zu Benediktbeuren vor der Heimfahrt abschließen.

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